Der Begriff Toleranz

Der Begriff Toleranz

Bedeutung
Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Gelten-lassen und Gewähren-lassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen Begriff („Duldung“) hinausgeht.

Wortstamm
Das zugrundeliegende Verb „tolerieren“ wurde im 16. Jahrhundert aus dem Lateinischen „tolerare“ („erdulden“, „ertragen“) entlehnt. Das Adjektiv „tolerant“ in der Bedeutung „duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig“ ist seit dem 18. Jahrhundert, dem Zeitalter der Aufklärung, belegt, ebenso das Gegenteil „intolerant“, mit der Bedeutung „unduldsam, keine andere Meinung oder Weltanschauung gelten lassend als die eigene“.

Quelle: Wikipedia (Aufruf September 2016)

Kunst zum Innehalten
Das Kunstwerk bietet mit allen seinen Elementen, Facetten und den detailreichen Ornamenten reichlich Inspiration für das Auge. Aber auch Mediation ist vor dem Kunstwerk möglich. Die Betrachterinnen und Betrachter sind herzlich eingeladen, ihre Meinung und ihre Gedanken auf den dafür vorgesehenen Tafeln aufzuschreiben. Vielleicht finden sie Inspiration durch folgende Fragen:

  • Was bedeutet Toleranz für mich ganz persönlich?
  • Gibt es etwas zu diesem Thema, das mich ärgert? Wo möchte ich nicht tolerant sein? Und wie zeige ich das meinen Mitmenschen?
  • Ist Toleranz vielleicht ein Zeichen, dass ich selbst keine feste Meinung zu einem Thema habe – bin ich (noch) tolerant oder schon ignorant?
  • Wie wichtig finde ich Toleranz in einer Gesellschaft

7 KOMMENTARE Zu “Der Begriff Toleranz”

  1. Doerthe Verres sagt:

    Ein wirkliches Gesamtkunstwerk, wie Cemile Camci auf gleichermaßen filigrane wie prägnante Weise ein so wesentliches Thema inszeniert: die universelle Sehnsucht nach Symmetrie und Harmonie.
    Die Ausstellung mit ihren wunderschönen Bildern und den farbenfrohen Glastäfelchen für die Resonanz der BesucherInnen bewegt,inspiriert und ermutigt zur Begegnung mit dem Unvertrauten -und zum Dialog.
    Eine ungewöhnliche und heilsame Aktion in einer Zeit, in der Spaltung und Abgründe oft näher zu liegen scheinen als der Bau von Brücken …… DANKE ! Dörthe Verres, Heidelberg

  2. Doerthe Verres sagt:

    Ein wirkliches Gesamtkunstwerk, wie Cemile Camci auf gleichermaßen filigrane wie prägnante Weise ein so wesentliches Thema inszeniert: die universelle Sehnsucht nach Symmetrie und Harmonie.
    Die Ausstellung mit ihren wunderschönen Bildern und den farbenfrohen Glastäfelchen für die Resonanz der BesucherInnen bewegt,inspiriert und ermutigt zur Begegnung mit dem Unvertrauten -und zum Dialog.
    Eine ungewöhnliche und heilsame Aktion in einer Zeit, in der Spaltung und Abgründe oft näher zu liegen scheinen als der Bau von Brücken …… DANKE ! Dörthe Verres, Diplompsychologin

  3. AK sagt:

    Ein wunderschöner Beitrag zu einem friedvolleren Miteinander!

    Bilder auf denen Augen und Seele ruhen können und gleichzeitig wird der Geist angesprochen.
    Könnte die Welt nicht davon lernen? Wir alle – nebeneinander – gleichberechtigt – uns unserer
    eigenen Werte bewusst und genau deshalb in der Kraft auch Anderes gelten zu lassen?

    Die Symbole der Weltreligionen dafür zu verwenden ist ein geschickter Zug um zu
    “symbolisieren” wie schön ein Neben- und vielleicht auch Miteinander sein kann!

    In der Synagoge kamen die Werke fantastisch zur Geltung.
    Ein Ort – ebenfalls von ergreifender Ästhetik – genau wie das Werk der Künstlerin.

    Danke Cemile!

  4. LM sagt:

    Fantastischer Ansatz!
    Anstelle über die Unterschiede zu sprechen stellt die Künstlerin in den Mittelpunkt was uns allen gemeinsam ist – die Sehnsucht nach Harmonie, Ästhetik, Symmetrie.
    Alles darf sein – friedlich, gleichberechtigt – nebeneinander und miteinander verbunden.
    Kein Kunstwerk könnte das schöner zum Ausdruck bringen.
    Man steht davor und ist ergriffen und beseelt von der Anmut des Werkes.

    Danke an die Künstlerin, für dieses Geschenk und die Hoffnung auf eine friedlichere, tolerantere Welt!

  5. PS sagt:

    Frau Camci greift als ein mögliches Instrument zur Selbstreflektion Symbole der Weltreligionen auf,
    verbindet diese und löst gleichzeitig ihre Grenzen auf. Die Wirkung der Farben und die Auswahl der
    Symbole sind für den Betrachter eine Augenweide – man möchte den Blick nicht abwenden, im
    Gegenteil; der Betrachter möchte abtauchen und in die Tiefe gehen.
    Jedes Ausstellungsobjekt kann für sich stehen aber auch als Teil des Ganzen gesehen werden –
    genau das bedeutet Toleranz für mich.
    Vielen Dank Frau Camci, Ihre Zeit und Arbeit haben einen großen Beitrag zu diesem Thema geleistet.
    Sie haben die Welt mit Ihrer Ausstellung ein Stück in die richtige Richtung gedreht.

  6. Dr. Andreas IRMEN sagt:

    Die Zeitgeist scheint auf Abgrenzung und die Betonung von Unterschieden zu setzen. Dabei sollte Vielfalt als Bereicherung empfunden werden, als Teil eines Ganzen, das Grenzen überspannt. Aber schon die Bereitschaft, sich mit dem Anderen auseinander zu setzen, erfordert Toleranz. Das führt uns die Kunst von Cemile Camci wunderbar vor Augen. Hinter vielen Unterschieden verbergen sich tiefe Gemeinsamkeiten. Das gilt auch für die großen Religionen unserer Welt, die die Symbole liefern, mit denen die Kunst von Cemile Camci spielt. Man kann nur erahnen, wieviel Harmonie und Schönheit die symmetrischen Strukturen ausstrahlen werden, wenn die fünf großen, beeindruckenden Bilder erst zusammengeführt sein werden. Die Ästhetik der Kunst kann dem Zeitgeist entgegentreten. Herzlichen Dank für eine tolle Initiative!

  7. HB sagt:

    Welch schöne Idee. Und welche Energie, bis alles Farbe und Form annimmt und so den Gedanken des friedlichen Miteinanders und des gegenseitigen Gelten lassens weiter trägt.
    Persönlich ist mir die Frage, was Toleranz für mich und uns Menschen bedeutet, durch dieses Arbeit greifbarer geworden. Vielleicht hat Toleranz und das Bedürfnis nach friedlicher Nähe zu tun mit innerer Grösse und Stärke und dem tiefen Wissen, dass wir alle miteinander verbunden sind. Danke Frau Camci, dass Sie möglichst vielen einen Anstoss zum Gedanken an diese Verbundenheit geben.

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